Die Telekommunikation

Unter Telekommunikation versteht man den Austausch von Informationen, der über eine gewisse Entfernung stattfindet. Die deutsche Sprache bietet für diesen Prozess den Begriff ´Fernmeldewesen´ an. Ursprünglich stammt der Begriff vom Lateinischen Verbum ´communicare´, das soviel wie ´mitteilen´ oder ´gemeinsam machen´ bedeutet.

Schon im 18. Jahrhundert konnte man Daten und Informationen über größere Distanzen mittels optischen Telegraphen und Heliographen übertragen. Beim letzteren konnten mithilfe eines Spiegels durch einen festgelegten Signalcode Informationen über weite Entfernungen gesendet werden. Durch das Schwenken des Spiegels erschien dem Empfänger eine Reihe von Lichtblitzen, die anschließend entschlüsselt werden konnte.

Grundlage aller dieser Prozesse, die die Moderne kennzeichnen, ist die moderne Übertragungstechnologie, zu der zum Beispiel die Elektronik, die Elektrotechnik oder die Funktechnik zählen. Die Anfänge der Telekommunikation lagen und liegen im Fernmelden: Das sind die Telegraphie und die Telefonie. Heute zählen zur Telekommunikation auch analoges und digitales Fernsehen, Faxe, Handys und das Internet.

Einrichtungen zur Telekommunikation sind ein entscheidender Bestandteil der Infrastruktur. Sie spielen in der Raumplanung bei der Vermeidung von räumlichen Disparitäten, Unterschieden, eine wichtige Rolle. Seit dem Jahr 1998 und der damit einhergehenden Liberalisierung werden Dienste der Telekommunikation zunehmend durch private Marktteilnehmer erbracht. Nur die Grundversorgung wird staatlich garantiert.

Von 1986 bis zum Jahr 2007 ist die Menge der übermittelten Daten weltweit von 281 Petabyte ( 1 Petabyte sind 10^15 Byte) auf 65 Exabyte (ein Exabyte entspricht einer Zahl, die 18 Nullen hat, also noch drei mehr als ein Petabyte) gestiegen. Das wiederum ist ein durchschnittlicher Anstieg von 28 Prozent pro Jahr.